Speed???

Forum zum Thema illegale und legale Drogen!

Speed???

Beitragvon Legowelt » 16. September 2003, 13:01

So,hier ehhoffe ich mir eine Antwort oder vielleicht Tipps zu bekommen,was ich vorletztes Wochenende tatsächlich geschmiessen habe...Also:Nicht gleich denken ich wäre naiv oder aber ich habe mir "was" schenken lassen von einer Person die ich als vertrauenswürdig einstufte.Er sagte er würde mir Speed besorgen.Ich sagte es wäre auf einem Stück Klopapier "gelöst"(!?).Okay dann hab ich dieses Ding geschluckt.Wirkung waren Tanz-und Rededrang...Gefühlintensivität,Nervosität und am nächsten Tag hat mein Herz bis zum Nachmittag gerast...Meine Frage an nun doch etwas erfahrenere Feierz:Kann das Speed gewesen sein,weil ich dachte Speed wird gesnieft?!
Greetz und bitte gibt mir ne Antwort!!:-)
Legowelt
 

Beitragvon monkie » 16. September 2003, 13:01

Das einzige was ich dir sagen kann, ist das man Amphetamin problemlos oral einnehmen kann. Ich denke die Klopapiermethode sollte eigentlich auch funktionieren.
monkie
 

Beitragvon Miyu » 16. September 2003, 13:02

tut es und schont die nase, mal davon abgesehen das speed sowie so schon schädlich genug ist...
Miyu
 


Beitragvon scholle » 16. September 2003, 13:02

Also wenn du das zeug frißt, dann verzögert sich das eintreten der wirkung im gegensatz zum ziehen um gute 20 minuten und es knallt nicht sofort in den kopf, nicht wie beim ziehen, wo du dann schon mit zitternen händen das röhrchen zur seite legen musst..
Aber ob du es frißt oder ziehst, es macht auf jeden fall schweinesüchtig ...
scholle
 

Beitragvon redDevil » 16. September 2003, 13:02

Hey ich hab mal ne Frage.Kann man normales Speed auch rauchen und wenn ja , ist die Wirkung anders als sich ne Line zu ziehen?
redDevil
 

Beitragvon monkie » 16. September 2003, 13:03

Ne, geht soviel ich weiss nicht
monkie
 


Beitragvon casper » 16. September 2003, 13:03

ich würd mal sagen:
probieren ist besser als studieren!!!!
alles mußte erst einmal ausprobiert werden bis man gewissheit hatt.
no risk no fun ;-)
casper
 

Beitragvon DossePosse » 16. September 2003, 13:19

Meine Freundin nimmt seit fünf Jahren Speed. Sie leidet unter totalem Realitätsverlust und hat nachts massive Schlafstörungen. Man kann kein normales Gespräch mit ihr führen ohne 10 Minuten auf die Antwort zu warten. Wenn das der Sinn von Drogen sein soll, dann haben sie das wohl erfüllt. Sie nimmt diese Amphetamine allerdings auch dazu um ihr Gewicht zu halten. Das ist dann eine weitere Abhängigkeit. Ohne Speed würde sie wahrscheinlich an Bullimie erkranken.

Ein verdammter Teufelskreis...

Ich weiß langsam nicht mehr wie ich mich ihr gegenüber verhalten soll. Mit ihr zu reden bringt nichts, da sie sowieso immer "recht" hat und sie davon zu überzeugen, dass das Zeug sie langsam aber sicher zerstört bringt auch nichts...
DossePosse
 

Beitragvon Silke » 16. September 2003, 13:19

Wie lange bist du denn schon mit Ihr zusammen? Hört Sie dir nicht zu, oder will Sie es einfach nicht verstehen? Du nimmst garkeine Drogen? Du muß sie ganz schön gern haben, das du dass ganze so tollerierst. Vielleicht wäre es gut, wenn du Ihre Quellen, wo Sie sich das Zeug herholt mal stoppst. Ist zwar fies, aber wenn es um ein Leben geht! 5 Jahre! Und jeden Tag?? Mein Freund hat ca. 2 Jahre jeden Tag gezogen, zu seinen spitzenzeiten hat er nur noch 55 kg bei einer Körpergröße von 1,75 gewogen! Sein Abi hat er auch verzogen geschrieben, frag mich echt, wie er das gepackt hat...
Silke
 


Beitragvon DossePosse » 16. September 2003, 13:20

Nein, ich nehme keine Drogen. Habe es nie probiert und möchte es auch nie......

Einige Kumpels von mir nehmen Drogen über einen längeren Zeitraum und ich sehe wie "kaputt" sie im laufe der Jahre geworden sind.

Das sind für mich abschreckende Beispiele. Ich kann auch ohne Drogen feiern.

P.S.: Ich liebe sie wirklich! Aber ich weiß nicht, wie lange ich das noch mitmachen kann... Es tut mir um jeden Menschen leid, der so "zu Grunde" geht....
DossePosse
 

Beitragvon anna » 16. September 2003, 13:24

was genau macht speed "gesünder" als teile,außer das teile mehr deine gefühle zerstören!?
anna
 

Beitragvon DossePosse » 16. September 2003, 13:25

Amphetamin hat eine Halbwertszeit von 8-31 Stunden im Körper. Metamphetamin ist noch stärker und länger wirksam, so daß man den Dosisbereich um einiges niedriger ansetzen muß (Einzeldosis 3-5 mg, Tageshöchstdosis 30 mg).

B. Bei hochdosierter (mehr als 100 mg) chronischer (z.B. täglicher) Anwendung verändert sich das Wirkungsspektrum:

starker Gewichtsverlust, Hautentzündungen
Magenschmerzen (im Extrmfall Magendurchbruch)
Herzryrhythmusstörungen
Ausführen von sinnlose ständig wiederholte Tätigkeiten
aggressives Verhalten, (akustische) Halluzinationen
paranoide Wahnvorstellungen bis hin zur Amphetaminpsychose (von durchschnittlich drei, mintunter aber auch 30 Tagen Dauer)
Die aufgeführten Wirkungen/Nebenwirkungen sind bei gesunden Menschen weitgehend vorrübergehender Natur und klingen spätestens zwei Wochen nach Absetzen der Amphetamine wieder ab.

Besonders riskante Konsumpraktiken sind die intavenöse Injektion (Speed fixen) oder das rauchen der freien Metamphetamin-Base ("Ice"). Dabei kann es sehr schnell zu einer akuten Vergiftung durch Überdosierung kommen.

Speed und saudoof ? Einer Umfrage von Bündnis90/Die Grünen zufolge ist Speed (im Gegensatz zu Kokain) eine mittelmäßig und bei hoher Dosierung eine schlechte "Sexdroge" : Der Wunsch nach saudoof ist zwar Vorhanden, die (akive) Fähigkeit ist aber meistens eingeschränkt. (Wenn es trozdem dazu kommt, soll es einfach "tierisch" sein und ziehmlich lange dauern.)

Mögliche Langzeitschäden im Gehirn:
Die Ergebnisse aus wissenschaftlichen Untersuchungen sind z. T. sehr wiedersprüchlich. In einigen Tierversuchen wurden nach hochdosierter, chronischer (Meth)amphetamin-Verabreichung ein anhaltenden Mangel an dem Belohnungs-Bootenstoff Dopamin im Gehirn festgestellt. Dadurch könnte die natürliche belohnende Wirkung (Gefühl der Zufriedenheit) nach belohnenswerten Aktionen (z.B. Sozialverhalten, saudoof) reduziert werden. An dieser Stelle muß die kritische Frage gestellt werden, was mit den Menschen passiert (ist), die in ihrer Kindheit längere Zeit mit Amphetaminen behandelt worden sind bzw. noch behandelt werden.

Toleranz
Da die Amphetamin-Wirkung hauptsächlich auf der Freisetzung der körpereigenen Bootenstoffe Dopamin und Noradrenalin beruht, und deren Speicher nach mehrmaliger Anwendung bald geleert sind, kann man auch durch Dosiserhöhung die gewünschte (euphorisierende, appetitzügelnde) Wirkung nicht mehr erreichen. Die Toleranz ist nach ca. einer Woche Abstinenz wieder aufgehoben.

Abhängigkeit
Amphetaminkonsum führt nicht zu einer körperlichen Abhängigkeit: Trotz starker Toleranzentwicklung tritt kein typisches Entzugssyndrom auf. Nach Absetzen der Substanz(en) sind jedoch häufig einige der Wirkungen entgegengeetzten Symtome, wie extremes Schlafbedürfnis, starkes Hungergefühl, depressive Stimmung, Gereitztheit etc. vorhanden.

Amphetaminkonsum geht mit einem psychischen Abhängigkeitsrisiko einher. Der aus den Ergebnissen von Tierversuchen (Tiere neigen unter betimmten Bedingungen dazu Amphetamin und Kokain sich in immer höheren Dosen selbst zu verabreichen) hergeleitete Abhängigkeits und Verelendungs-Automatismus steht aber im klaren Wiederspruch zu unseren Erfahrungen mit und in der Technoszene: Weit über die Hälfte der Raver haben Speed-Erfahrung und einige entwickeln auch problematische Konsummuster wie (chronische) Überdosierung und das Verschleppen des Amphetamin-Konsums in ihren Alltag. Die wenigsten Technofans geraten aber in einen "Teufelskreis" aus amphetamininduzierten Rauschzustand --> Depression und Toleranz --> Amphetaminhunger und Dosissteigerung --> sozialer Rückzug und ein Zentrieren des Denkens auf die Beschaffung von Speed.

Speed in Kombination mit Ecstasy
Die durch Ecstasy aktivierten serotonergen Nervenbahnen verlaufen weitgehend paralel zu den durch Amphetamin aktivierten noradrenergen Bahnen, allerdings sind die Wirkungen des Serotonins denen des Noradrenalins überwiegend entgegengesetzt. Obwohl sich also die Wirkung von Amphetamin und Ecstasy (MDMA, MDEA, oder MBDB) zum Teil gegenseitig aufheben ("Speed killt den E-Film"), ist dies die Standardkombination von "Ottonormalraver". Ein Grund für den in einer "Raverlaufbahn" zunehmenden Speedkonsum (bei meist abnehmendem Ecstasygebrauch) könnte in der erheblich länger anhaltenden Ecstasy-Toleranz (6-12 Wochen) nach häufigen hochdosierten Ecstasykonsum liegen, die meist mit einer veränderten Ecstasy-Wirkung ("breit-", desorientiert "verpeilt" sein) einhergeht.

Methamphetamin

Methamphetamin wird üblicherweise durch die Reduktion von Ephedrin z.B. mit Jodwasserstoff oder Jod + Phosphor
gewonnen. Der letzte und effektivste Reinigungsschritt bei einer chemischen Synthese ist die Umkristallisation, dabei erhält
man das Reaktionsprodukt in kristalliner, hoch reiner Form. Ephedrin ist der psychostimulierende Wirkstoff im Epedrakraut. Es ist auch in einigen freiverkäuflichen Medikamenten enthalten z. B. als unsinnige Kombination in Wick MediNait. Der Chemikalienhandel mit Ephedrin wird seit 1995 durch das Grundstoffüberwachungsgesetz (GÜG) staatlich kontrolliert, um die Drogenherstellung im Vorfeld zu verhindern. Ein offensichtlich gescheiterter Versuch, der nicht die Menge der auf dem Betäubungsmittelmarkt erhältlichen Drogen aber deren Qualität zumindest zeitweise deutlich reduzierten kann. Als Beispiel seien hier die als Ecstasy angebotenen Speedpillen genannt, die vermehrt 1997 (Nov. u. Dez bei über 50% der "E´s") auftraten, nachdem man in den Niederlanden begann, das GÜG konsequent durchzusetzen und gleichzeitig in Berlin das Drugchecking von Eve & Rave verboten hatte.


Bei "Normal-Speed" handelt es sich um Amphetamin und nur selten um Methamphetamin Zubereitungen. Meistens wird
Speed als weißes Pulver angeboten. Es ist in der Regel stark gestreckt. Bei der von Eve & Rave bis 1996 in Berlin zur
Analytik gegebene Speedproben schwankte die Amphetamin/Methamphetamin Konzentration zwischen 11% und 83%,
durchschnittlich liegt sie bei ca. 20%. Damit ist Crystal fünfmal so stark konzentriert wie "Normalspeed". Beim ziehen einer "Normalline" eines uninformierten Drogengebrauchers kommt es dann schnell zu einer Überdosierung. Das kann u.a. zur Folge haben, daß der Drogengebraucher tagelang nicht "runter kommt". Denn Amphetamine bleiben sehr lange im Körper bioaktiv.

Nachweisbarkeit und Führerschein

Methamphetamin wirkt stärker psychostimulierend und noch länger als Amphetamin. Je nach pH-Wert des Urins liegt die
Halbwertszeit im Blut zwischen 8 Stunden bei saurem Urin (z.B. bei Fleischessern) über 30 Stunden bei basischem Urin
(z.B. bei vegetarischer Ernährunsweise). Die Nachweisbarkeit im Urin beträgt (je nach pH) bis zu drei Tage. Auch der
"drugwipe", eine Art Teststreifen der von der Polizei über die Haut "verdächtiger Personen" gestrichen wird, spricht auf
Amphetamin an. Der Test stellt Spuren der Substanz fest, die mit dem Schweiß ausgeschieden werden. Eine Farbreaktion
zeigt innerhalb einer Minute ein positives Ergebnis an. Wird bei einem Autofahrer ein positiver Nachweis geführt, ist der
Führerschein in der Regel weg. Aber auch wenn man mit ein paar Drogenkrümeln in der Tasche und völlig abseits vom
Straßenverkehr erwischt wird, gilt man als "charakterlich ungeeignet" ein Fahrzeug zu führen. Hier besteht dringender
Handlungsbedarf für die Rotgrüne Bundesregierung, wenn ihr das Thema Bürgerrecht nur einen Pfifferling Wert ist. Mehr
Informationen zur Führerscheinproblematik unter www.hanflobby.de/recht/fuehrerschein-ade/ .

Schnelltests

Schnelltests haben eine beschränkte Aussagekraft. Man tropft ein bis zwei Tropfen einer bestimmten Reagenslösung auf
einen Krümel seiner Droge. Eine Farbbildung zeigt an, daß die Droge eine bestimmte Stoffgruppe enthalten kann. Allerdings können auch andere nicht erwartete Stoffe zu einem falsch positiven Ergebnis führen. Man bekommt auch keine Aussage über die Konzentration der Wirksubstanzen und die Reinheit der Droge. Stoffgemische wie z.B. Speed und Ecstasy lassen sich als solche mit einem Schnelltest nicht erkennen.

Marquis Reagens (Formaldehyd Schwefelsäure nach Deutschen Arzneibuch) zur Unterscheidung von Speed und Ecstasy:
Wirkstoffe der Ecstasy-Gruppe (MDMA, MDE, MDA, MBDB) reagieren mit Marquis-Reagens zu einem
blau-violett-schwarzen Produkt; Speedwirkstoffe Amphetamin und Methamphetamin reagieren zu einem orage-braunen
Produkt.

Simons Reagens (Acetaldehyd und Dinatriumpentacyanonitrosylferrat (II)- Lösung)
Zur Unterscheidungsmöglichkeit von Amphetamin und Methamphetamin:
Sekundäre Amine wie Methamphetamin (aber auch MDMA, MDE u. MBDB) führen mit Simons Reagens zu einer blauen
Farbstoffbildung, bei primären Aminen wie Amphetamin (und MDA) kommt es nicht zur Farbstoffbildung.

Wenn das mal "gesund" ist.......
DossePosse
 


Beitragvon DossePosse » 16. September 2003, 13:25

SPEED
Obwohl Speed zu den am meisten konsumierten Partydrogen gehört, wird, wenn von Techno die Rede ist, meist nur Ecstasy thematisiert. Das Informationsdefizit über Speed ist dementsprechend groß - und dem möchten wir mit diesem Artikel abhelfen.

Die Droge
Unter Speed (Peppen) versteht man Zubereitungen, die das vollsynthetische Amphetamin und Methamphetamin enthalten. Bei beiden Wirkstoffen handelt es sich um stark aufputschende, kokainähnliche Psychostimulansien. Meistens wird Speed als weißes Pulver, selten in Tablettenform angeboten. In dem unter Schwarzmarktbedingungen erworbenen Speed schwankt der Amphetamingehalt erheblich. In den von EVE & RAVE zur Analytik gegebenen Untersuchungsproben (Zeitraum 1996) bewegte sich der Amphetamingehalt zwischen 11% und 83%. Dadurch kann es schnell zu einer gefährlichen Überdosierung kommen.

Geschichte
Amphetamin wurde erstmals 1887 synthetisiert. Für medizinische Zwecke wurde es erst Anfang der dreißiger Jahre dieses Jahrhunderts als Asthmamittel (Handelsname: Benzedrin) wiederentdeckt. Das Ausmaß der nicht-medizinische Anwendung scheint mit den besonderen Anforderungen und Lebensbedingungen "der Menschen in ihrer Zeit" einherzugehen, und zwar völlig unabhängig von den gesetzlichen Rahmenbedingungen. Studenten waren mal wieder die ersten - und sie benutz(t)en die leistungssteigernde Wirkung des Amphetamins um ihren Prüfungsstress zu begegnen. Lastwagenfahrer, Manager, Ärzte und Polizisten nehmen Speed um der berufsbedingten pysischen und psychischen Dauerbelastung stand zu halten, Leistungssportler um ihre Konkurenz abzuhängen (einige zahlten dafür mit ihrem Leben durch den sogenannten Dopingtod) und Frauen bedienen sich der appetitzügelnden Wirkung der Amphetamine um dem "Schönheitsdiktat" ihrer (Ehe)männer zu genügen. Während des zweiten Weltkriegs kam es zu einem beispiellosen Anstieg des Amphetamin-Konsums. Vor allem in den amerikanischen, japanischen und deutschen Streitkräften wurden Amphetamine in großen Mengen an die Soldaten verteilt, um deren Leistungsfähigkeit zu steigern und die Moral der Truppen zu stärken. Auch der sich anschließende Wiederaufbau wurde durch Amphetamine "beschleunig". Seit dem läuft die Mittelstandsdroge Speed in vielen Lebensbereichen der unterschiedlichsten Anwendergruppen unauffällig mit. Eine besonders starke Verbreitung in der "Normalbevölkerung" finden heute der Konsum von Amphetaminen in der Arbeits- und Leistungsgesellschaft Japans.

In der experimentierfreudigen Technoszene werden Amphetamine vorallem zum nächtelangen Durchraven eingesetzt und die "Hochleistungspartys" der Gabba-Szene wären ohne Speed sicherlich nicht das was sie nun mal sind. Speed kommt aber auch am Montagmorgen zur Anwendung, wenn man nach durchgefeierten Wochenenden wieder fit für den Arbeits- und Schulalltag seien möchte.

Wirkprinzip
Amphetamin wirkt wie Kokain in erster Linie indirekt d. h. die Konzentration der körpereigenen Bootenstoffe Noradrenalin und Dopamin wird in bestimmten Teilen des Gehirns erhöht. Im Gegensatz zu Kokain, das lediglich die Wiederaufnahme der Bootenstoffe in die präsynaptische Nervenzelle hemmt, dringen die Amphetaminmoleküle noch zusätzlich in die Nervenzelle ein und bewirken dort die Freisetzung von Noradrenalin und Dopamin aus den Speicherbläschen. Außerdem kommt es zu einer Freisetzung des "Stresshormons" Adrenalin aus dem Nebennierenmark.

Die Adrenalin und Noradrenalin-Freisetzung versetzt das Individum in Alarmbereitschaft und ist Teil des sogenannten fight/flight/fright-Urinstinkts (angreifen/flüchten/fürchten): Alle Körperfunktionen die zum Kämpfen oder Flüchten notwendig sind wie Atmung, Blutdruck und Puls werden aktiviert. Durch die Noradrenalinfreisetzung im Gehirn kommt es zu einer gerichteten Aufmerksamkeit, und einem gesteigerten Selbstbewußtsein (im Sinne von:"es ist okay und ich werde es schaffen!"). Schmerzempfindung, Hunger und Durstgefühlen werden in kritischen Stress-Situationen gegen Null reguliert.

Dopamin ist an der Steuerung von Gefühlen und Denkvorgängen beteiligt. Es steht im Zentrum des Belohnungssystems im Gehirn, d. h. mit seiner Ausschüttung belohnt sich der Organismus mit einem "Gefühl der Zufriedenheit" für belohnenswerten Aktionen wie Sozialverhalten (z. B. Brutpflege), Nahrungsaufnahme und Fortpflanzungsaktivitäten. Parkinson-Patienten weisen einen Dopaminmagel auf, während Schizophreniepatienten eine erhöhte Empfindlichkeit gegenüber natürlich ausgeschütteten Dopamin aufweisen, die mit Dopaminblockern, sog. Neuroleptika behandelt wird. Neuroleptika (z.B. Haloperidol, Phenothiazine) werden auch zur Behandlung von Amphetaminpsychosen eingesetzt.

Medizinische Anwendung der Amphetamine:
Asthmamittel (früher) aufgrund der bronchienerweiternden Wirkung
Appetizügler zur Gewichtsreduzierung
Bei Kindern die durch aggresives Verhalten bzw. Aufmerksamkeitsdefizite und Hyperaktivitäts-Störungen ("Zappelkinder") "auffällig werden" können Amphetamine einen Gegenteiligen-Effekt erzielen und werden dann therapeutisch zur Aktivitätsdämpfung eingesetzt. Dosierung: 3mal tgl. 5-10 mg Amphetamin
Behandlung der Narkolepsie (zwanghafte Schlafanfälle) Dosierung: 5-60 mg Amphetamin tgl., verteilt auf mehrere Einzeldosen
Gegenanzeigen:
Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck, Schilddrüsenüberfunktion, Tumor des Nebennierenmarks, erhöhter Augeninnendruck, chronischer Appetitlosigkeit, psychischen Erkrankungen, labiler Persönlichkeitsstruktur und Schwangerschaft/Stillzeit

Wirkungen, Nebenwirkungen und Risiken
Die Wirkungen, Nebenwirkungen und Risiken sind wie bei allen potenten Wirkstoffen abhängig von der Dosis, der Dauer der Anwendung und der Verabreichungsform. Wir werden hier (etwas willkürlich) in zwei Bereiche unterteilen:

A.niedrig bis mäßig dosiert (bis 50 mg reines Amphetamin pro Tag) bei gelegentlicher Anwendung (mal am Wochenende) geschluckt oder geschnupft:

Erhöhter Blutdruck, beschleunigter Puls
entspannen der Bronchalmuskulatur (man kann tiefer Durchatmen)
beschleunigte Atmung
Verlust des Hungergefühls und der Schmerzempfindung
verstärkte motorische Aktivität und erhöhte Leistungsbereitschaft
Psyche stimulierende Wirkung (individuell sehr verschieden): gesteigerte Aufmerksamkeit/Wachheit, Stimmungsaufhellung, Gefühl der Stärke, Euphorie, gesteigerter Rededrang ("Laberflash")
mögliche Nebenwirkungen:
Leichtes Zittern, Unruhe, Schlafstörungen, erweiterte Pupillen, leicht erhöhte Körpertempertemperatur, eingeschränktes Kurzzeitgedächnis
DossePosse
 

Beitragvon Whity » 16. September 2003, 13:35

das nenn ich mal ausführlich...
super info... lieben gruß
Whity
 

Beitragvon Remy » 21. Oktober 2003, 18:22

Hauptsache bei Druckchecking kopiert...
Es kann überhaupt nicht sein, daß PC-Spiele unsere Kinder beeinflussen. Nehmen wir einfach mal Pak-Man!
Dann müßten ja heute lauter Leute in abgedunkelten Räumen eintönige Musik hören und Pillen schlucken....
Remy
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