Mit Leib und Seele oder des Geldes wegen...?

Smalltalk, Fragen zu Techno, Styles usw....

Mit Leib und Seele oder des Geldes wegen...?

Beitragvon TrancerOne » 5. Januar 2005, 17:08

Wo hört der "Untergrund" auf? Wo fängt der Kommerz an? Ist eine Platzierung in den Charts für euch ein Grund zum übergeben? Oder könnt ihr nur auf bekannte Melodien abtanzen? Was ist wenn euer Szene-DJ plötzlich einen Top-Ten Hit landen würde? Mögt ihr die Clubatmosphäre oder lieber Massenveranstaltungen?
Bin mal gespannt...
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naja ...

Beitragvon Nürnberch Connection » 5. Januar 2005, 17:12

diesbezüglich möchte ich auf meinen beitrag "jeff mill´s - dj superstar" in den reviews verweisen !

kurz um - fuck the dj kult !
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Beitragvon Tekknotrip » 5. Januar 2005, 20:23

Kommerziell ist des Geldes wegen.
Wenn du ein Lied produzierst um damit Geld zu verdienen, so ist es kommerziell.

Daft Punk hatte mal ein Lied, dass sie nicht auf den Markt gebracht haben da es zu kommerziell ist. Und nun ist es gecovert worden von diesem Pryce - Call On Me (oder was weiß ich wie der Typ heisst).

Wenn du aber etwas machst, dass einfach nur aus Spaß oder zur Liebe der Musik gemacht wurde und ann Erfolg hat (Zufälligerweise)...dann kann man Dir keine schlechte Absichten unterstellen (Beispiel Elektrochemie LK - Schall).

Reitest du dann aber weiter auf deinem Erfolgssound rum (Benny Benassi / Mr. Oizo), weil es sich verkauft hat, so bist du n Riesenarsch (im richtigen Leben ja Clever, hauptsache Kohle scheffeln...für die Szene bist du aber der Depp, aber wen interessiert das schon?) :!: :!:
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Beitragvon Alice D. » 10. Januar 2005, 14:59

das stimmt schon im allgemeinen, aber man kann auch noch ein anderes kriterium anführen: qualität.

es gibt musiker, die einiges an geld in equipment und einiges an zeit und krativität in ihren track gesteckt haben.
es gibt musiker, die zwar equipment und zeit, aber keine kreativität haben und sampeln und covern wie die blöden. meistens sind sie auch blöd, landen aber in den charts.
und dann gibt es leute (keine musiker!), die haben nur noch zeit und ihren musik-maker. die machen dann trance.
und die schlimmsten von allen, die haben nur ihren musik-maker. aber weder zeit, kreativität oder talent. von ideen ganz zu schweigen. immerhin kommen sie mit ihrem dünnschiss auf die future-trance 52. vorrausgesetzt natürlich, sie hören sich genau so an wie alle anderen auf der future-trance 52, weil sie nur die mitgelieferten sounds benutzen.

und dann fragt man sich, warum es leute gibt, die behaupten, "techno" sei immer nur das gleiche. oder das jeder techno machen kann. schon mal versucht, ne 303 so zu programmieren, daß der sound wirklich gut ist???

aber zurück zur eigentlichen frage: wenn ein dj in einem ansonsten eher nichtkommerziellen set einen kommerziellen covertrack versteckt (z.B. madonna - hollywood) versteckt, kann das recht lustig sein. muß es aber nicht immer!
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Beitragvon Tekknotrip » 10. Januar 2005, 16:12

Oder Hammersgeil:

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Beitragvon Gizmo » 10. Januar 2005, 19:56

Hi!
Ich find der Unterschied zwischen Kommerz und Underground ist rein subjektiv. Das muss jeder für sich ausmachen.
Ich für meinen Teil z.b. empfinde etwas dann als kommerzig, wenn das Lied von den Instrumenten und dem Ablauf anderen aktuellen Liedern stark ähnelt. Das klingt für mich dann so wie "mit dem Trend mitgeschwommen" - so vonwegen "Wenn die und die Kirmeströten im Song sind, ab und zu ´I Wanna see your hands up in the air´ oder so ähnlich von einer Frauenstimme gesungen wird, und ein Gummibaumbeat den nächsten jagt, dann haben wir einen Hit!" :roll:

Die Zweite Ursache ist das viele Covern.

Auf Sunshine Live meinte vor ein paar Wochen ein Moderator in etwa so

"Das Covern wird dem House genauso das Genick brechen, wie es mit Techno der Fall war. Ihr macht genau denselben Fehler den wir auch machten."

Und ich finde, da hat der gute Mann absolut Recht.
Ich hab innerlich geschmunzelt, als diese Äusserung kam.

Hoffentlich lernt die Techno-Musik wieder das laufen.
Auf daß sie nie wieder diesem Covertrend verfalle.
Denn - ursprünglich kam Techno auf, um eine Alternative zur Pop-Musik zu bieten.

Ich mag Techno, es ist eine besondere Kultur.
Klingt vielleicht etwas blöd, aber ihr wisst bestimmt was ich meine :mrgreen:
technokultur.org
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Beitragvon Tekknotrip » 10. Januar 2005, 20:23

Deshalb kotze ich mich ja auch immer wieder von neuem an, wenn Bekannte oder unsere theoretische Nachwuchsgeneration (die jetzt 16 jährigen) meinen Techno sei: ATB, Scooter und DJ Bobo *HATSCHI*
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Beitragvon Alice D. » 11. Januar 2005, 13:42

andererseits:
ich finde das wort underground auch ziemlich überbewertet. wenn ein dj sein set nur aus white-labels zusammenschustert oder keine seiner scheiben die marke von 500 pressungen überschritten hat, ist das wohl als underground einzustufen, nervt aber auch ziemlich. entweder findet man den hammertrack und fragt nach, wie die platte heißt und erntet nur ein schulterzucken (am besten garniert mit dem "scheiß mitläufer / setnachkäufer" blick. oder der sound stammt fast nur von obskuren subsublabels, die froh sind, überhaupt eine nach halb funktionsfähige 808 und eine gebrauchte billig-pressstation im keller stehen zu haben. tolle sache. ich liebe meine musik. deshalb will ich mir platten, die mir gefallen, auch kaufen. und wenn ich sie gekauft habe, will ich mich nicht über beschissenen sound nach dem 5. abspielen aufregen.

für underground-parties gilt das jedoch nicht. da macht es spaß, erst noch beim deko-aufhängen mitzuhelfen, bevor man feiern kann...

und außerdem denke ich, daß ein stück, das aus heiterem himmel zum hit wird, noch kein kommerz ist. kommerz ist, wenn absicht dahintersteckt.
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Beitragvon oPiWaHn » 11. Januar 2005, 14:30

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Beitragvon Techno-Magazin » 16. Januar 2005, 17:12

Ich finde auch, dass hier zu sehr nach einem Muster für Styles gesucht wird und letztendlich zählt doch nicht was der DJ an Euro verdient sondern die Qualität.
Zugegeben bin ich ehr im Bereich Goa unterwegs aber dort sind die Diskussionen ähnlich. Auf Mushroom oder Tanzgemein.de findet man viele ähnliche Threats aber die Toleranz scheint mir dort größer. Letzten Endes ist Goa ja auch Techno ... 8)

Ich höre jedenfalls was mir gefällt, unabhängig ob dies nun ein europaweit bekannter DJ ist oder der Teen-DJ welcher sich an Turntables müht, aber zum Glück sind die Geschmäcker ja verschieden.

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Beitragvon Alice D. » 17. Januar 2005, 11:27

@ gizmo: ich hoffe, daß dem house nedlich das genick gebrochen wird.
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Beitragvon Plattenunterhalter » 17. Januar 2005, 11:55

:yau:
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...

Beitragvon Nürnberch Connection » 5. Februar 2005, 00:14

... naja kein plan, also zu gegeben anlaß hab ich mir heute mal nen bissel info´s in sachen rob acid gezogen und wen ich underground - mainstraim an lyric messe ist rob auf jeden fall underground obwohl man bei rob acid schon meinen könnte dem den mainstraim stempel aufdrücken zu können... nun ja von daher ne schwere frage... mainstraim is glaub ich dann wen der drang den mop zu rocken dem eigenem selbstdarstellungsdrang oder anderer interesseren weicht.. von daher drauf geschissen ob jemand geld mit dem verdient was er macht, solange er nicht ne stunde dvd laufen läßt und immer noch der meinung ist dafür ne menge kohle nehmen zu müssen.. drum sach ich´s ja - fuck the dj kult.. wobei ich mich da ja selbst bei einigen personen nicht gant frei machen kann von dem vorausgezollten tribut, aber ich versuch´s und egal wer auf dick macht, wen er mich net zu lächeln bringt muß er wohl mainstraim sein...

in diesem sinne ...
.. heute abend rob aaaacid im zbau / zoom nürnberg
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Beitragvon Isaac » 11. Februar 2005, 13:25

Ich muss zugeben ich verfall auch oft in das kommerziell / nichtkommerziell gelaber.
Eigentlich ist es ja mal egal, ich hör was ich will !
Was wäre wenn plötzlich ie ganze welt erkennt das techno die beste musik ist und alle die platten kaufen und die DJs kohle machn? Wär es dann kommerz? Können die ja dann au nix dafür.....ich weiß jetzt kommt wieder die erklärung dass die des ja nicht so wollten *g* Aber ich glaub ihr wisst was ich mein
If the bass is too hard you are too weak !
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Beitragvon Tekknotrip » 11. Februar 2005, 19:52

@Isaac

Ja, denke ich auch oft, aber den Entscheidende Gedanke dabei ist...was ist wenn alles kommerziell ist? Wenn sich alles nur noch nach dem Mainstream richtet?

Dann ist es nämlich Essig mit Techno und anderen Sparten, dann haste nur noch "i May be small" oder "Schni Schna Schnappi", weil sich genau so etwas verkauft und kommerziell ist
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